Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa

Mein Jahr mit Hansa

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Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende entgegen, Zeit und Gelegenheit zurückzuschauen. Wir durchlebten mit dem FC Hansa ein Jahr voller Extreme und durften dabei auf einer Skala zwischen „himmelhoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ beide Richtungen bis zum Äußersten „auskosten“.

Während es in der 3. Liga fast nach Belieben – wenn auch mit kleinen Stolpereinlagen – lief, folgte eine Etage höher das böse Erwachen, befindet sich unser Verein nach einer katastrophalen Herbstserie in akuter Gefahr, nach nur einem Jahr wieder in die ungeliebten Niederungen des Profifußballs zurückkehren zu müssen.

Aber was soll’s – das Sportliche wird beim Fußball meist überbewertet. Was wirklich zählt, sind doch die Erlebnisse während der gemeinsamen Fahrten zu den Spielen, kreuz und quer durch die Republik mit Freunden und Gleichgesinnten. Bei diesen Gelegenheiten sind viele Berichte für hansa::fans.de entstanden, von denen ich hier mal ein paar zusammengestellt habe. Vielleicht hat der eine oder andere Lust, sich mit mir gemeinsam zu erinnern.

Eines lässt sich auf jeden Fall sagen – erfolgreich oder nicht, mit Hansa wird es nie langweilig.

Die Rückrunde in der 3. Liga verlief sportlich nicht mehr ganz so glanzvoll wie die Hinserie, denoch gelang es Hansa dank des äußerst schwach ausgeprägten Aufstiegswillens der Verfolger, schon im Februar einen wesentlichen Grundstein für den späteren Erfolg zu legen.

Zunächst wurde mit einem 2:0 im Nachholspiel bei Rot Weiss Ahlen die „Herbstmeisterschaft“ gesichert, auch wenn die dem eigentlichen letzten Hinrundenspieltag folgenden Ergebnisse bereits die Weichen Richtung Drittliga-Meisterschaft zugunsten der Braunschweiger Eintracht gestellt hatten. Dies alles verblasste allerdings ein wenig vor der erneut aufflammenden (sic!) Pyro-Diskussion.

Nicht wenige Fans sind der Meinung, dass der psychologisch wichtigste Punkt zum späteren Aufstieg im Spiel beim VfR Aalen (1:1) geholt wurde. Ich denke, wer dabei war, kann sich dieser Auffassung durchaus anschließen.

Wenige Wochen später gastierte Hansa beim benachbarten 1. FC Heidenheim, wo dann mit einem 2:1 alle Punkte mitgenommen werden konnten.

Den ersten Matchball zum Aufstieg vergab Hansa beim 1. FC Saarbrücken (0:3), eine schöne Tour ins Saarland hatten wir trotzdem.

Bereits vor dem Anpfiff im Grünwalder Stadion stand der Aufstieg auch rechnerisch fest, so dass es gegen den FC Bayern München II einen ruhigen, aber auch spielerisch qualvollen Nachmittag (0:0) gab.

Das letzte Auswärtsspiel der Saison ist immer ein ganz besonderes – so auch beim SSV Jahn Regensburg (2:2).

Und schließlich gab es dann noch eine schöne Aufstiegsparty nach dem letzten Heimspiel gegen Rot Weiss Ahlen (2:0).

Im Landespokal eilte Hansa von Sieg zu Sieg. Im ersten Pflichtspiel auf mecklenburgischem Boden und gegen einen mecklenburgischen Kontrahenten seit 1990 gab es im Oktober 2010 ein deutliches 7:0 gegen den Neumühler SV.

Gegner im Achtelfinale war dann der Rostocker FC, das erste Rostocker Pflichtspiel-Derby seit 1987 (damals mit Schiffahrt/Hafen). Hansa gewann nach unsäglichem Gezerre um Spielort und -termin mühsam mit 1:0.

Der MSV Pampow, derzeit stärkste Kraft im Schweriner Umland erwies sich als harter Prüfstein im Viertelfinale (3:0).

Das Halbfinale gewann Hansa bei der TSG Neustrelitz mit späten Toren 2:0.

Und im Finale hieß es dann letztlich 3:0 gegen den FC Anker Wismar – Hansa hatte zum ersten Mal den Landespokal gewonnen.

In der 2. Liga läuft es derzeit eher „suboptimal“, wie ein früherer Spitzenpolitiker es formuliert hätte.  Freunde klarer Worte werden vielleicht nicht abstreiten, dass die gegenwärtige Lage extrem kritisch und in einigen Aspektem sogar existenzbedrohend ist. Dabei hatte es gar nicht SO schlecht begonnen. Zumindest spielerisch wusste Hansa in den ersten Begegnungen durchaus zu gefallen.

Eine gewisse Neigung zu späten und unglücklichen Gegentoren stellte die Mannschaft schon im Hinspiel bei Dynamo Dresden (1:1) unter Beweis.

Beim MSV Duisburg erlebten wir eines von vielen torlosen Unentschieden in dieser Hinrunde.

Gegen den TSV 1860 München konnten wir den ersten (und leider auch einzigen!) Sieg (2:0) feiern, was irgendwie schon vorher klar war.

Unter besonderen Vorzeichen fand das Spiel in Düsseldorf (0:2) statt – dazu noch einmal Vorschau und Bericht.

Den sportlichen Tiefpunkt erlebten wir beim 2:5 im Ostseestadion gegen den 1. FC Union Berlin.

Das erste Spiel unter dem neuen Trainer Wolfgang Wolf ging beim SC Paderborn mit 0:2 verloren.

Nun ist es doch eine ganze Menge Lesestoff geworden, aber man muss ja nicht alles auf einmal konsumieren. Schöne Fotos zu den Spielen gibt es auf der Sveriner Seite.

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