Hanseator

Musik & Fußball

Frühlingserwachen

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F.C. Hansa Rostock – Rot-Weiss Essen 3:2, 28. Februar 2026, Ostseestadion, 3. Liga, 26. Spieltag

Jetzt fängt das schöne Frühjahr an

Und alles fängt zu blühen an.

Das ging ja nun echt schnell. Eiseskälte? Weg. Glätte und Sturzgefahr auf allen Wegen? Weg. Dauer-Dunkelheit? Lässt nach. Pollen? Da seid ihr ja wieder, hab euch nicht vermisst. Irgendwas ist immer.

Es überwiegt die Freude, endlich wieder bei erträglichen Temperaturen im Stadion zu sein.

Auch sportlich deutet sich vielleicht ein Umschwung nach vier sieglosen Spielen an. Ob das so ist, werden die nächsten beiden Spiele der „englischen Woche“ zeigen müssen. Aber schön, mal wieder euphorisiert das Stadion zu verlassen.

Aus einem spannenden, sehenswerten Spiel geht Hansa insgesamt als verdienter Sieger hervor. Die Mannschaft zeigt sich vor allem mental von ihrer guten Seite, ist in entscheidenden Situationen, bei deren Entstehung die Essener Defensive mitunter assistiert, hellwach und kann diese erfolgreich abschließen. Selbst den Verlust einer 2:0-Führung kann sie diesmal noch bereinigen, beweist Comeback-Qualitäten, was man aber auch den Essenern bescheinigen kann.

Dass beide Trainer in der Pressekonferenz nicht auf das Zustandekommen der Strafstöße eingehen, gefällt mir gut, auch in den offiziellen Spielberichten spielt das keine Rolle:

RWE

Hansa

Ich finde ohnehin, dass dieses Thema im Hinblick auf Saisonverläufe oft überbewertet wird:

 

Elf Meter müsst ihr sein

Das Ergebnis eines Fußballspiels steht in dem Moment fest, wenn das letzte Tor fällt. „Amtlich“ wird das Resultat erst mit dem Schlusspfiff. Wer hätte es gedacht?

Nicht selten hat das letzte Tor des Spiels „nur“ statistischen Wert, beispielsweise, wenn es schon 4:0 steht und das letzte Tor daraus ein 4:1 oder 5:0 werden lässt.

Spektakulär wird es, wenn der letzte Treffer zugleich zum über Sieg oder Niederlage entscheidenden wird und eine scheinbar feststehende Entscheidung kippt. Zugunsten von Hansa geschah das 2026 gleich im ersten Spiel gegen Aue, zu unseren Ungunsten beispielsweise in Hoffenheim, gegen Osnabrück und in München.

In drei der bisher sieben Spiele fiel das am Ende ergebnisdefinierende, also entscheidende Tor per Strafstoß, was uns gegen Hoffenheim zwei Punkte kostete und  gegen 1860  einen, insgesamt also -3, dafür gegen RWE die Punktausbeute von 1 um +2 auf 3 verbesserte. -3+2=-1.

Das bedeutet zusammengefasst: Den heutigen Elfmeter für Essen nicht mitgerechnet (das konnte ja noch korrigiert werden, war also nicht spielentscheidend), fielen in unseren 7 Liga-Spielen 2026  also drei Tore nach Elfmeter, was uns zusammengerechnet genau einen Punkt gekostet hat. Damit ist endgültig bewiesen, dass die DFB-Mafia eine perfide Kampagne gegen unseren Aufstieg führt.

Fazit:

Das alles ist großer Bullshit, aber die Hingabe, mit der Woche für Woche die „Tabelle der Fehlentscheidungen“ strapaziert wird, und die „Schlussfolgerungen“ daraus lösen bei mir immer wieder Schüttelfrost aus.

Die für oder gegen uns nicht gegebenen Elfmeter, die natürlich in jedem Fall zu Toren geführt hätten, schauen wir uns ein anderes Mal an.

 

Demnächst (aber garantiert nicht hier): Wann werden endlich „xGoals“ gewertet?

Die Besucher

Im Gästeblock liefern etwas mehr als 1000 Fans einen soliden Auftritt, optisch bestimmt ein diverses Zaunfahnensortiment die Szenerie, auch akustisch lassen sich die West!-, West!-, West!-Deutschen gelegentlich vernehmen, da hilft der Spielverlauf natürlich mit, ansonsten regeln Mathematik und Physik die Lautstärkeanteile.

 

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