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Nullnummer (nula)

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FC Energie Cottbus – F.C. Hansa Rostock 0:0, 7. März 2026, Stadion der Freundschaft, 3. Liga, 28. Spieltag

Ich war zuletzt 2018 im Stadion der Freundschaft zu Gast, bin heute zum ersten Mal überhaupt auf der Gegentribüne, praktisch neben dem Gästeblock im Unterrang. Es ist ein guter Platz mit ordentlicher Sicht auf das Spielfeld und alle Tribünen, vielen Dank dafür an die (mir weitestgehend unbekannten Unterstützer. Noch ein Lob an die Stadionbauer: Die Sitzplätze sind auf einer Stufe, ca. 20 Zentimeter hoch montiert, auf der man Getränkebecher unterm Sitz abstellen kann, ohne dass sie jemand im Vorbeigehen aus Versehen umreißt.

Auch vom Sicherheitsaspekt her ist es eine gute Platzwahl. Freier Rücken, kurzer Weg, wenn ich mal raus muss, und zur Versorgung. Dass auf dieser Tribüne jeder Block seinen eigenen Eingang hat, ist eine sehr gute Lösung zur Entzerrung von Ein- und Auslass.

Nochmal zur Sicherheit: Hochsicherheitsspiel und nebenan auch noch Pflanzenmesse – die Aufregung im Vorfeld war schon groß. Aber wir erreichen nach störungsfreier Anreise problemlos und rechtzeitig den ausgewiesenen Gästeparkplatz, wo es sehr entspannt zugeht. Selbst auf meinem Weg Richtung Stadion gibt es keinerlei Nerverei durch das massiv versammelte Beamtenstadl, nicht mal bei Durchquerung der Absperrung werde ich überhaupt beachtet (daran erkennt man, dass es echte Polizisten sind, das weiß ich noch aus „The Departed“, 2006, mit Jack Nicholson und Leonardo diCaprio 😊 ), die „Hamburger Gitter sind so günstig positioniert, dass ich beim Durchschlüpfen nicht mal den Bauch einziehen muss.

Ich habe vor dem Spiel noch Zeit, mich ein bisschen im Umfeld des Heim-Eingangs umzusehen, praktisch um mal „feindliche“ Atmosphäre zu saugen. Um mich herum auf dem dicht gefüllten Stadionvorplatz ist alles rot, aber in dem vorfreudigen Trubel nimmt niemand Notiz von mir. An einem Fanszene-Container werden die gängigen Fan-Asseccoires angeboten. Hinter einem Fenster gibt es eine Menge interessanten Lesestoff von den verschiedensten Anbietern, da leuchtet mir sogar das aktuelle „CKHN“ entgegen, das betrachte ich mal als gutes Vorzeichen für den Spielausgang.

Energie „gewinnt“ mit 0:0 und behält damit seinen 6-Punkte-Vorsprung auf Hansa, unsere Jagd in Richtung der Aufstiegsplätze, die nach zwei Dritteln der „englischen Woche gerade wieder in Gang gekommen schien, entschleunigt sich zurück zur leisen Pirsch. Dass wir wenigstens nicht verloren haben, ist vielleicht trotzdem aus psychologischer Sicht von Vorteil, denn – so abgedroschen es auch jedesmal klingt – wir haben ja noch 10 Spiele. Ob das nun mehr ist als das sprichwörtliche „Singen im finsteren Gespensterwald“, werden wir vermutlich nach dem nächsten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Duisburg ahnen. Danach sind es übrigens noch 9 Spiele.

Die Rückkehr des „verlorenen Sohnes“

Ein bisschen mehr im Blickpunkt steht erwartungsgemäß Maxi Krauß, wobei ich das Medienrauschen diesmal recht leise fand. In der Hansa-Pressekonferenz vor dem Spiel spielte das Thema nach meiner Erinnerung gar keine Rolle und aus Cottbus habe ich nur wahrgenommen, dass „Pele“ mit Aspekten der Landespolitik nicht zufrieden ist.

Im Magenta-Interview sagt Maximilian Krauß nach dem Spiel, er habe sich gefreut, wieder in Cottbus zu sein, schließlich hätte er eine schöne und erfolgreiche Zeit hier verbracht. Ich will ihm mal glauben. Dass es ihm nicht einerlei ist, kann man im Spiel spüren. Er ist für mich ein absoluter Aktivposten, mit großem Offensivdrang und Zug zum Tor. Leider ist er nach etwa 35 Minuten unmittelbar vor dem Energie-Tor eine kleine Idee zu hoch motiviert, um schnell abzuschließen, vielleicht ist die Versuchung zu groß, die früheren Kollegen ein bisschen vorzuführen, so wird es dann doch der eine Haken zu viel.

Ich gebe zu, im Erfolgsfall hatte ich mir genau diese Art Tor von ihm unmittelbar vor der „Nordwand“, mit nachfolgendem Jubelsprint entlang der Haupttribüne und vorbei an einem gewissen Trainerstuhl hin zur Hansa-Bank, als gelungenes Abschluss-Statement des Spielers zu dem ganzen Theater ausgemalt. Wir sind doch alle nur Menschen.

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Die gute Nachricht zum Ende der „englischen Woche“

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