F.C. Hansa Rostock – MSV Duisburg 5:1, 14. März 2026, Ostseestadion, 3. Liga, 29. Spieltag
Abraham fragt Bebraham: Möchtest du auch ein Stück Zebra ham?*
*frei nach Willy Astor
Wie war das doch gleich nach dem 28. Spieltag?

Sieh mal an, nur eine Woche später erweist sich die Punkteteilung in Cottbus doch als das berühmte 0:0 der „besseren Sorte“. Wie schnell sich doch die Perspektive ändern kann: Konnte sich Energie beim Abpfiff noch über den verteidigten Vorsprung auf uns (6 Punkte) freuen, haben wir diesen mit Aachener „Schützenhilfe“ gleich mal halbiert und sind bei der Gelegenheit auch in der Tordifferenz ein bisschen „in Vorleistung gegangen“, es sieht nun so aus, dass sich nicht Energie, sondern doch eher Hansa als „Sieger“ des 0:0 fühlen darf, bevor das Rennen nächste Woche in die nächste Runde geht. Und die Sechs-Punkte-Wochen gehen munter weiter. Uns tut es gut, die Brinkmannsche Devise vom Saisonstart zu beherzigen: „Nicht durchdrehen!“ Und: Es sind tatsächlich noch 9 Spiele.
Fast 26000 Fans erleben ein sportliches Feuerwerk, wie es nur selten zu sehen ist, gerade bei Hansa. Mit dem schnellen Führungstreffer durch Emil Holten ist das Ostseestadion sofort angezündet, dieser Zustand bleibt bis zur Halbzeitpause dank der spektakulären Spieldramaturgie erhalten. Das Spiel ist so intensiv und packend, dass die einschlägigen Tribünenexperten gar nicht dazu kommen, sich über den traditionell sofortigen Anschlusstreffer zu echauffieren. Das Stadion ist über weite Strecken so laut, dass auf der Westtribüne die Süd-Vorsänger phasenweise nicht mehr zu hören sind, die berühmte Wechselwirkung zwischen Rasen und Rängen. In der 2. Halbzeit ist das Geschehen auf dem Platz nicht mehr ganz so aufregend, aber das solide Nach-Hause-Bringen des Sieges, gekrönt vom 5:1, lässt sich gut anschauen, und die nun wieder öfter zu vernehmenden Vorsänger sorgen für einen beständig hohen Lärmpegel. Insgesamt bleibt es ein Spiel, das in allen Facetten lange im Gedächtnis nachhallen wird.

Wen interessiert der Kalender?
Ein kleines, gelbes Fähnchen aus der 60-Jahre-Choreographie zum Rückrundenstart gegen Aue hat sich seit dem 17.01.2026 wohnlich im Fangnetz vor der Südtribüne eingerichtet und scheint fest entschlossen, diesen Platz erst aufzugeben, wenn die Mission Aufstieg erfolgreich vollendet ist, damit das kalendarisch längst beendete Jubeljahr auch sportlich vollendet werden kann. Am besten tun wir ihr alle den Gefallen.