TSG Hoffenheim II – F.C. Hansa Rostock 2:2, 8. Februar 2026, „Dietmar-Hopp-Stadion“, 3. Liga, 23. Spieltag
Aus „produktionstechnischen“ Gründen kann ich heute leider nur mit einem „Quickie“ dienen, tut mir leid:
Reise: Für die Jahreszeit zu … was auch immer
Seit Wochen beherrschen „gefühlte“ Temperaturen unseren Alltag. Vor jedem Spieltag wird eine Woche lang das Thermometer beäugt. Glaubt man den Apps, steht uns ein Ganztagsausflug aus dem ewigen Eis in so eine Art „Frühling“ bevor. Das hat Auswirkungen auf die Wahl der Ober- und Unterbekleidung, der eine oder andere bekommt vor Ort als Quittung eine unerwünschte Gänsehaut. Von wegen: schon mal die Übergangsjacken in Betrieb nehmen. Das machen die doch extra.
Immerhin klappen An- und Rückreise wie im Lehrbuch, unser heldenhafter Fahrer, der in beide Richtungen in selbstloser Weise das Steuer nicht aus der Hand gibt, verdient sich einen Orden, das steht fest.
Und das alles wofür?
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Sport: Wir haben es einfach drauf!
Die Erwartungshaltung vor dem Spiel gegen die TSG II ist geteilt. Innerhalb unserer achtköpfigen Reisegruppe ist von „Wir starten heute gleich eine neue Erfolgsserie (Fortsetzung unseres Auswärts-Laufes nicht zu vergessen), ein dreckiges 1:0 reicht“ bis „Die hauen uns 3:0 weg!“ ist an Prognosen und der jeweils dazu passenden Laune alles dabei, so wie auch später auf dem Platz und der Tribüne, säuberlich verteilt auf verschiedene Spielphasen.
Es könnte kaum besser laufen mit Führungstor nach Eckball (30.), kurz danach noch ein Lattentreffer, mit der Führung gehen wir in die Pause.
Und doch: Am Ende steht nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung (60.) für Hansa nur ein 2:2 auf der Anzeigetafel, der Anschlusstreffer aus dem sprichwörtlichen „Nichts“ heraus lässt schon mal eine böse Ahnung aufkommen, die mit je einer diskussionswürdigen Situationsbewertung in beiden Strafräumen ca. 5 Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit zur Gewissheit wird. Mit diesem Spielverlauf kommen wir dem fundamental-pessimistischen 0:3-Orakel dann wohl am nächsten. Ätzend! Das als Punkt-„Gewinn“ zu akzeptieren, will mir heute nicht wirklich gelingen.
Später in der Pressekonferenz tauschen „Kleine“ und „Brinki“ Komplimente aus, Lob gibt es vom Hansa-Coach für „Vogi“ und „Ceddi“, beide Trainer sind einig darin, den Punkt mitzunehmen (jeder natürlich seinen). Das Statement des Heimtrainers endet mit: „Wir sehen uns bald wieder.“ Was weiß der schon jetzt über den Saisonausgang?
Na gut, wir wollen ja den Teufel nicht gleich an die Wand malen, ich muss da wirklich nicht unbedingt wieder hin. Als nützliche Fanerfahrung nehme ich mit, wie mühselig ein Aufstieg sein kann. Wer es nicht glaubt, kann sich anhand des Weges vom Parkplatz durch den Wald zum Eingang davon überzeugen. Ganz ehrlich: Die letzten 30 Höhenmeter haben die doch extra aufgeschüttet, um sich für den Anti-Hopp-Diss im ganzen Land an allen Gegnern zu rächen. Dass es bis eine Stunde nach dem Abpfiff dauert, bevor unser Reisemobil endlich den Parkplatz verlassen kann, rundet als letzte Schikane das Gesamt-Erlebnispaket „Hoffe“ endgültig ab. Wäre schön, wenn wir nun auch unsere Abreise von dort als endgültig betrachten können.
Zu den Spielberichten:

Da war die Welt noch in Ordnung.