Gastbeitrag: Impressionen vom Neubau der Flutlichtmasten im Ostseestadion
Der Sommer 2025 ist auf die Zielgerade eingebogen. Während Profis und Amas schon wieder der Ligawind um die Nasen weht, nähert sich in unserem schönen Ostseestadion ein gigantisches Bauprojekt seiner Vollendung.
Ich freue mich riesig und bin wahnsinnig geehrt und stolz darauf, dass ein Urgestein hanseatischer Fankultur seine Gedanken und Eindrücke dazu als Gastbeitrag hier im Blog veröffentlicht: Es handelt sich um Haxel, Ropirat und in den 1990er Jahren Mitglied im Autorenteam der legendären Hansa-Fanzines „Frösi“ und „Da sind wir aber immer noch“. Besser geht es im Jubiläumsjahr unseres F.C. Hansa nicht, vielen Dank dafür.
Möglicherweise gab es bessere Flutlichtmasten, aber diese sind unsere.
Und sie bleiben es, denn sie werden nahezu identisch nachgebaut.
Irgendwie ist es von Vorteil, wenn in Mecklenburg alles länger dauert. So wird in Rostock der Abriss der alten und Aufbau der neuen Flutlichtmasten nicht flott in der Sommerpause durchgezogen. Nein, man kann immer mal wieder zum Stadion pilgern, und nach den Baugruben, Bewehrungsgittern, Fundamenten und den 3 Anschlusspunkten für die Masten auch die Bestandteile der neuen Flutlichtmasten von nahem bewundern:
– einzeln liegend,
– nach und nach mit 3 Kranen aufgestellt,
– und freitags jeweils der Höhepunkt mit dem Aufsetzen der Krone, den eigentlichen Flutlichtern.
Die geforderte Farbgebung an der Spitze wegen der größeren Höhe ist mit den Rostocker Farben zusätzlich ein Glücksgriff und Hingucker. Nicht auszumalen, wenn die Gefahrenkennzeichnung wie auf See mit gelbschwarz geschehen müsste…
Die ersten Heimspiele fanden und finden dann mit 6, 7 und 8 Flutlichtmasten statt, welch Alleinstellungsmerkmal.
Ich freue mich auf das Spiel gegen 1860 im September, wenn letztmalig die alten Masten das Spielfeld erhellen dürfen. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde nach dem Abpfiff eine Übergabe erfolgen, die alten Masten erlöschen, und die neuen übernehmen, na mal schauen?
Die beigestellten Fotos zeigen einen ganz besonderen Mast, es ist „unser“ Flutlichtmast, positioniert an der Südwestecke im Stadion, also hinter 27a, und noch viel besser, der 7. Flutlichtmast. Da ist sie- die magische Rostocker Zahl!
Viel dichter als auf diesem Bild am 21.08.2025 werde ich dem Kopf des Flutlichtmastes wohl nicht mehr kommen, aber hoffentlich noch ungezählte Male nach Siegen und natürlich auch den nur noch vereinzelt vorkommenden Niederlagen die Nummer 7 streichelnd das Stadion in Richtung Rote Erde verlassen…
Pssst, die Flutlichter für Nummer 8 liegen auch schon bereit 😉
PS: Der „Traum“ der Dienstübergabe kann, wie ich erfahren habe, sich so aus technischen Gründen leider nicht abspielen.
Die Übergabe streckt sich einfach. Bei 1860 gehen die „Alten“ aus und gegen Cottbus scheinen das erste Mal die „Neuen“. Auch schön.
Und wenn dann wieder nur noch 4 Masten stehen, ist es als wäre nichts geschehen, und alle können sagen: