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F.C. Hansa Rostock – TSG Hoffenheim II 0:1, 30. August 2025, Ostseestadion, 3. Liga, 4. Spieltag

R.I.P., Helmut Hergesell

Der F.C. Hansa trauert.

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Das Spiel: Verdienter Gästeerfolg, hoher „Preis“

Ende August 2025: Viertes Ligaspiel, zweites Gegentor, erste Niederlage. Mit 5 Punkten (zum Vergleich: 2024 waren es 2) haben wir eine Punktquote von 1,25 (2024: 0,5). Hochrechnungen auf die Saison haben zu diesem immer noch frühen Zeitpunkt wenig Aussagekraft, ebenso die aktuelle Tabellenposition, worauf allerdings nach meiner Wahrnehmung auch niemand herumreitet. Den Vorjahreswert erwähne ich auch nur, um in Erinnerung zu rufen, wie mies zum gleichen Zeitpunkt schon die sportliche Perspektive und allgemeine Stimmungslage waren. Zumindest mussten wir auf die erste Saisonniederlage nicht so lange warten wie auf den ersten Sieg in der vergangenen Spielzeit.

Ich nehme auch nach der heutigen Enttäuschung eine immer noch positive Grundstimmung im Publikum wahr, auch wenn die zunehmende Unruhe nach wiederholten umständlichen Angriffen und missglückten Abschlussversuchen unüberhörbar ist.

Es ist ein verdienter Sieg für die TSG II, das Tor entspringt einer überragenden Einzelaktion, aber so ist das nun mal, wenn „jeder jeden schlagen“ kann, wie regelmäßig behauptet wird. Zielstrebigkeit und Präzision des Torschützen sucht man bei uns derzeit leider oft vergeblich. Oder in Zahlen: Zwei Tore in fünf Pflichtspielen.

Die angespannte Personalsituation macht es unserer sportlichen Leitung sicher nicht leichter, insofern schaue selbst ich als notorischer Transfernews-Ignorant nun am letzten Tag tatsächlich, ob sich „am Markt“ ja noch etwas bewegt, was uns helfen kann.

Ausführlicher geben es die Spielberichte wieder:

TSG                       Hansa

Über die Verletzung des Spielers: hier. Gute Besserung!

Die Zusammenfassung aus Gästesicht enthält eine Art Lob für die Anteilnahme des Publikums nach der schweren Verletzung des Spielers Kelven Frees. Ich bin einigermaßen erleichtert, wenn sie das tatsächlich so, wie sie es formulieren, empfunden haben. Vielleicht stimmt ja die oft geäußerte These, dass auf dem Platz die Lautstärke ankommt, der Inhalt (Text) eher nicht. Immerhin ein Hoffenheimer Spieler (Nummer 6) hat aber nach meiner Beobachtung während der Verletzungsunterbrechung schon etwas genauer hingehört, wie ich aus seinen Gesten Richtung Südtribüne beim Abtransport des verletzten Mitspielers schlussfolgere. Es wird ja vieles aus der Kurve (den Kurven) mit Emotionen begründet, die eben mal rausmüssen. Wenn Emotionen dazu führen, die gehörten Gesänge anzustimmen oder mitzuschreien, sollten sich die Betreffenden mal wieder fest in den Arm nehmen lassen. Vielleicht hilft das ja. Niemals vergessen: Karma is a … *PEEP*.

Dann machen wir mal mit Erfreulichem weiter:

Gebt 8!

Nun stehen sie alle: ACHT Flutlichtmasten sorgen in diesen Tagen für eine einmalige, unvergessliche Silhouette unseres Ostseestadions, die für mich schon jetzt das perfekte Symbolbild für unser Jubiläumsjahr darstellt, ein zu Stahl gewordenes HANSA FOREVER. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Hansa-Familie, jedenfalls diejenigen, die das jetzt miterleben, eines heute noch fernen Tages so an diesen Anblick erinnert wie im Juni 2025 die damaligen Augenzeugen an die Verhüllung des Berliner Reichstages vor 30 Jahren.

Daher meine dringende Empfehlung für alle, die die alten Masten, nun in Gesellschaft ihrer Nachfolger, noch einmal betrachten möchten: Besuchen Sie das Ostseestadion, solange sie noch stehen.

Welterbe

Wir bleiben noch kurz beim Thema Kultur. Unsere Landeshauptstadt ist im zu Ende gehenden Sommer um eine touristische Attraktion reicher geworden. Rom hat seine Spanische Treppe, in Schwerin gibt es nun die Hanseatische. Schön, dass Gäste aus aller Welt dafür keine teuren Stadtrundfahrten buchen müssen, in Schwerin kann man Erinnerungsfotos aus der vorbeifahrenden Straßenbahn (Linie 2) machen und das am besten noch mit einem Besuch des Hansa-Fanshops verbinden. Dann haben wir alle etwas davon.

Die Akzeptanz für Kunst am Objekt ist bekanntlich unterschiedlich ausgeprägt, und so zeichnet sich ein „Duell“ um die Treppenoptik zwischen Stadt und Künstler(in?) um die Gestaltungshoheit ab, der Zwischenstand am 31. August lautet nach Vor-Ort-Recherche 1:2. Das wird bestimmt spannend.

In einem Artikel der OZ (€) kommt ein Schweriner Bürger zu Wort, dem gefällt, dass es „schön bunt“ ist. Daumen hoch für Karl-Heinz (94).

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