Alemannia Aachen – F.C. Hansa Rostock 2:0, 17. Oktober 2026, Tivoli, 3. Liga, 10. Spieltag
(unwissentlicher) „Co-Autor: Tomas
Das Spiel
Ich beginne mit der spielentscheidenden Phase.
Nach 8 Minuten „klingelt“ es, Torschütze zum 1:0 ist Louis Köster.
Den kenne ich doch?
Als TV-Kommentator hätte ich jetzt einen Experten an meiner Seite, der – wie aus der Pistole geschossen – bestätigt, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege, und gleich ein paar Anekdoten beisteuert.
Zufällig vibriert es wenig später in meiner Hosentasche, ich bekomme eine Nachricht von meinem Freund Tomas, der sich das Elend am TV gibt. Während ich von der Bildschirmentsperrung (mal wieder ein Banger für Scrabble-Afficionados) abgelenkt bin, fällt gerade das 2:0. Danke!
Im Weiteren nun unser Expertendialog:
T: Geht ja gut los. Die Hansa App schickt sogar ein AHU! Zum Tor. Unglaublich. *zensiert*abwehr und *zensiert*fänger
H: Köster war doch mal bei uns, oder? Jetzt habe ich das 2:0 nicht gesehen. (Anmerkung aus der Regie: Du Glücklicher!)
Köster war bei Hansa, hat aber jung den Durchbruch bei uns nicht geschafft.
Dafür hat er heute den Durchbruch gegen uns geschafft.
Sein Durchbruch war unser Einbruch.
Ich brech zusammen.
Zusammen einbrechen hört sich besser an.
Ich breche diese Diskussion hier ab. Dein letztes Wort steht dir natürlich noch zu. *Herzsmiley*
Mein Herz ist angebrecht. Ich hoffte, das Eis wäre gebrochen. Überlassen wir die klugen Sätze Richard David Brecht. Ups, jetzt bin ich ungewollt ganz nah dran an der Blasphemie. Brecht erbricht bestimmt, wenn er das hier liest.
Ich denke, damit ist alles zum Spiel gesagt.
Spielberichte: Alemannia Hansa
Und sonst?
Am Tivoli
… ist offenbar, wenn Hansa kommt, immer Schietwetter, die können da wohl nicht anders. Leider kommt diesmal die Drainage besser klar, so dass sich meine Hoffnung, es würde mal der Ball in einer Pfütze liegen bleiben und Maxi Krauß müsste nur noch …, nicht erfüllt. Aber immerhin gelingt ihm in der 2. Halbzeit trotz Anwesenheit eines größeren Alemannen einmal die Kopfball(!)-Verlängerung eines hohen Anspieles ins freund- und feindlose Halbfeld. Geschenkt!
… wird 90 Minuten lang irgendetwas präsentiert, Zuschauerzahlen, Spielerwechsel und, und, und, ein Tiefpunkt: Gelbe Karten werden präsentiert von „Orange“, mir egal, wer oder was das ist. Aber die Krönung: Zu Beginn jeder Spielhälfte wird, gleich, nachdem der Schiri gepfiffen hat, die Anstoßzeit präsentiert. Ernsthaft, die f#ck’n UHRZEIT!
Zum Volleyball
… wollte ich „eigentlich“ nach dem Spiel gehen. Beim Frühstück im Hotel war mir ein Gast aufgefallen, der ein Shirt des Dresdener Sportclubs trug. Kurzer Check: Die Ladies in Black empfangen um 18:30 Uhr das Team aus Sachsen in der Bundesliga. Ticket geschossen, und gleich nach dem Hansaspiel hin da. Der Plan scheitert, zu 75% an meiner mangelhaften Kompetenz, den richtigen Bus zu besteigen.
Die nötigen Informationen sind auf der LiB-Homepage leider sehr gut versteckt, „matchen“ darüber hinaus nicht mit denen der DB-Navigator App. Einmal erscheinen die angeblich zu nutzenden Buslinien nicht in meinen Fahrt-Vorschlägen, und von der vorletzten Haltestelle (Prager Ring) soll ich bis zum Fahrtziel (Hüls Schulzentrum), das sich angeblich nahe am „Hexenkessel“ befindet, knapp 400 Meter zu Fuß gehen, was ich mir mit meinem mangelhaften Orientierungssinn und in total fremder Umgebung nach schlechten Erfahrungen mit gewissen Navigations-Hilfsmitteln einfach nicht traue.
Dafür kann niemand etwas, aber es ist halt so. Etwas andere Erwartungen an einen Bundesligaverein habe ich da doch, auch wenn es ausnahmsweise nicht den Fußball betrifft. Wenigstens hat in meiner Abwesenheit der DSC 3:1 gewonnen, Karma!
Die Kombination von „Ladies“ und „Hexenkessel“ finde ich übrigens (mindestens) originell. Aber das nur am Rande, sonst bezichtigt mich noch irgendein Bloke des „Wokismus“.
Vom „Alten Tivoli“ konnte ich, als ich vor dem Spiel noch ein bisschen fußballhistorisches Sightseeing versuchte, nur eine so bezeichnete Bushaltestelle entdecken, Stadionreste leider nicht, nur ein Parkhaus und einen Trainingsplatz an der Stelle, wo der legendäre Ground mal gewesen sein könnte. Da ich dort aber keine Erinnerungstafel oder ähnliches entdecken konnte, gibt es wohl echt nichts mehr, was an den legendären Ground erinnert. Schade, wenn es so sein sollte.
Ist aber auch 17 Jahre her, dass ich da war. Sollte ich aber einfach nur am falschen Ort gesucht haben, nehme ich gern Informationen per Kommentar entgegen. Ich muss ja nun wieder hin, bis wir da irgendwann vielleicht gewinnen.
Die Bahnfahrt gelingt in beide Richtungen nach interessantem Beginn wenigstens in der Ankunft mustergültig. Sowohl am Freitag als auch am Sonntag werde ich bereits vor dem ersten Einsteigen aufgefordert, mir doch eine alternative Verbindung zu suchen, in beiden Fällen ist ein gefährdeter Anschluss in Köln der Auslöser. Zum Glück habe ich inzwischen Übung in der reisebegleitenden Benutzung des DB-Navigators, also lasse ich einfach d’r Dom in Kölle. Könnt ihr behalten.



Ausblick
Haken wir also die „englische Woche ab. Weiter geht’s am Sonnabend gegen eine Mannschaft, deren Trainer soeben beurlaubt wurde. Was soll schon schiefgehen?