Die RadioEins Sommersonntage 2026 – 7) Best of the Best
In diesem Jahr schon zum zehnten Mal stellt Radioeins (RBB) an den sieben Sommerferien-Sonntagen in den verschiedensten Kategorien die Top 100 Songs vor, die von einer erlesenen Jury aus der Musik- und Medienbranche ermittelt werden, die Juror*innen geben jeweils ihre zehn persönlichen Favoriten an, daraus wird per Punktesystem die Gesamtliste erstellt und jeden Sonntag in einer zehnstündigen Sendung präsentiert, ein größeres Hörvergnügen kann es nicht geben.
Seit 2021, als ich während einer vierwöchigen Reha-Maßnahme den wunderbaren Sender, den ich in den 1990er und 2000er Jahren bei jeder Brandenburg-Durchquerung im UKW-Autoradio hörte, beim Durch-Zappen der TV-Senderliste meiner Klinik unerwartet „wiedergefunden“ hatte, gehört das zu meinen festen Sommerritualen. Ein Erweckungserlebnis, nie wieder langweilig-nervtötendes Standardgedudel mit „den größten Hits“, der „meisten Musik“ und grenzdebilen „Flitzerblitzer“-Warnungen.
Aber bleiben wir beim Thema, und das heißt Sommersonntage.
Ich habe diesmal vorab zu jedem Thema meine persönliche Top10 erstellt und einen Tipp abgegeben, wie wohl die Jury entschieden haben könnte. Das war nicht immer einfach, da ja Genres bedient werden, die in meinen Hörgewohnheiten eher eine untergeordnete Rolle spielen. Aber wat mutt, dat mutt!
Fazit Tag 6
Ein einziger meiner Nominierten hat es in die Top 100 geschafft: Leonard Cohen landet mit Suzanne auf Platz 72.
Song tot he Siren kam auf 99 ein, aber nicht das von mir vorgeschlagene Original von Tim Buckley, sondern die sehr berührende Version von This Mortal Coil, die ich aus dem Film „In meinem Himmel“ („The lovely Bones“, 2009, Regie Peter Jackson, mit Saoirse Ronan) kenne. Auch David Lynch verwendete das Stück in „Lost Highway“ (1997).
Weiter mit Tag 7
23.08. Best of the Best
Diese „Kategorie“ ist ebenso folgerichtig, wie sie eine Frechheit darstellt. 😊
Aber ernsthaft: Diese Frage kann ich nicht mal für mich selbst beantworten oder ich gäbe jeden Tag eine neue Antwort, geschweige denn für eine 180-köpfige(!) Jury prognostizieren.
Hier sind einfach mal 10 Songs. alphabetisch und ohne Rangfolge. Die kamen mir spontan in den Sinn. Fragt mich morgen nochmal, oder lieber nicht., sonst habe ich in zwei Wochen eine eigene Top100.
- Barclay James Harvest – Child of the Universe
- Beach Boys – Good Vibrations
- Beatles – A Day In The Life
- Bruce Springsteen – Jungleland
- Genesis – Carpet Crawlers
- Led Zeppelin – Stairway to heaven
- Peter Gabriel – In Your Eyes
- Pink Floyd – Comfortably Numb
- Rolling Stones – Gimme Shelter
- Simon and Garfunkel – The Boxer
Als Jury-Tipp nominiere ich zwei Herren, die den besten Song der Welt geschrieben, ihn aber leider vergessen haben.
Damit gehen die Sommersonntage zu Ende. Sie waren das erwartete Vergnügen, und ich hoffe inständig, dass ich mir diese unterschwelligen Vibes in „Best oft he Best“, es könne sich um das ultimative Finale handeln, nur einbilde. Also lasst es bitte im nächsten Sommer weitergehen!
20. August 2026 um 05:56
Deine Songliste gefaellt mir sehr gut. Ich kann mich noch daran erinnern, wie populaer Barclay James Harverst in Deutschland Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre waren.
Ich selber hoerte zu dieser Zeit eifrig die Studioalben „Gone to Earth“ und „Eyes of the Universe“ sowie das Live Album „Live Tapes.“ Von letzterem kenne ich „Child of the Universe.“ Und 1982 gab es dann ja auch noch „Berlin – A Concert for the People.“ Auf dem war „Child of the Universe“ ebenfalls vertreten.