F.C. Hansa Rostock – VfB Stuttgart II 3:2, 16. September 2026, Ostseestadion, 3. Liga, 5. Spieltag
„Englische Woche“ bedeutet zusätzlichen Stress für den „Chronisten“. Zwischen Heimkehr nach dem 5. und Abreise zum 6. Spieltag liegen weniger als 60 Stunden. Dementsprechend fällt die Rückschau auf das Spiel gegen die jungen Cannstatter so kompakt aus, wie man es sich von der eigenen Defensive häufig wünscht. Ich versuche trotzdem, meinem eigenen künstlerischen Anspruch nahezukommen. Urteilt selbst:
Der Herbst besorgt den Leiter
Als meteorologischer Herbstanfang gilt der 1. September, als astronomischer (auch: kalendarischer) der 23. September. Hansafans dagegen wissen: Herbst wird es, wenn der Trainerstuhl zu wackeln beginnt. Es ist wie in der Natur mit den Blättern. Es leuchtet farbenfroh, aber wenn es zu bunt wird, müssen sie fallen, wie es zwei Popgiganten der „Ehemaligen“ einst so schön besangen. Ich habe Teile des Songtextes ein wenig modifiziert.
Der Profifußball-Leiter
schaut die Tabelle an.
So geht das hier nicht weiter,
es muss ein and’rer ran!
Tore kassier‘n wir munter,
Er kann es nicht mehr seh‘n.
Es geht drüber und drunter … (drunter…)
Am Ende fall´n wir runter … (runter…)
Der Profifußball-Leiter
schaut die Tabelle an.
Den Coach vom Job befreit er:
Hau rein, tschüss ok, bis dann.
Das Karussell dreht weiter,
gar nicht mehr lang und dann
Ein neuer Übungsleiter,
der fegt das Laub zusamm‘
Sport
Spiel 1 nach D.B. war ja nun auch gleich wieder recht spektakulär. Ich frage mich, ob er es sich im TV angesehen hat, und – wenn ja – ob er vielleicht tief in sich ganz froh war, zwischen dem 2:0 und 3:2 nicht an der Seitenlinie gestanden zu haben.
Zu den Spielberichten:
Dann bleibt mir nur, Daniel Brinkmann Danke für seinen Anteil an zwei nicht völlig üblen Spielzeiten zu sagen, denen „nur“ (ja, ja) die Krönung versagt blieb, und alles Gute persönlich und bei künftigen Trainerstationen zu wünschen, mit dem wohlwollenden Tipp: Wage es nicht, irgendwann im Ostseestadion mit anderen Mannschaften zu gewinnen.
Und sonst?
Die nächste Etappe beim Ausbau der Cateringstände im Ostseestadion hat begonnen. Berufsnörgler und Besserwisser haben natürlich auch daran wieder etwas Anprangernswertes gefunden: Hätten die das nicht in der Sommerpause machen können? Die Fans sind denen ja egal! Irgendwas ist aber auch immer. Diese Sorgen hätte ich auch gern.
Ich bin nur gespannt, ob die Beschilderung und der freie Zugang zum Gästeblock danach bestehen bleiben, das wäre doch mal eine gute Ausgangslage für ein ganz neues Stadionerlebnis.
Ich bin mangels Mitfahrgelegenheit diesmal zum Spiel und danach zurück komplett mit ÖVM gereist, auf der Heimfahrt mit dem vorletzten RE1 bin ich ganz knapp einemnicht bösartigen, dafür aber außergewöhnlich mitteilungsbedürftigen Zeitgenossen entkommen, bevor der sich an meinem Ohr festsaugen konnte, das gefundene Abteil in einem anderen Wagon hatte dafür eine fünfköpfige Gang vom Mecklenburger Land akustisch im Griff, die mich allerdings wenigstens nicht persönlich vollquatschten. Zur Belohnung fuhr nach Ankunft am „Bahnhof des Jahres 2008“ zeitnah noch der letzte Bus in meine Hood, KF City. Ende gut – alles gut!

