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Neues Album der Larrikins: „Für die,die geblieben sind“

Ich habe noch nie etwas rezensiert und werde das auch weiterhin Fachleuten überlassen, was jetzt folgt, sind einfach nur ein paar Gedanken als Musikfreund und Fan.

Jetzt kann ich es ja zugeben: Von den vorab veröffentlichten Songs und Videos des jüngsten Tonträgers der Goldberger hatte ich mir nichts angehört oder angesehen. (Das mache ich nicht mal, wenn etwas neues vom Boss angekündigt wird. Wer mich kennt, weiß, was mir das bedeutet.) Das ist wohl eine Angewohnheit, die noch aus dem analogen Zeitalter hängen geblieben ist. Es gab einfach nichts Geileres, als eine Platte zu kaufen, vorsichtig auszupacken, auf den Plattenteller zu legen und die Nadel aufsetzen zu lassen. Ein kurzes Knacken noch und dann …

Nun ist es endlich da, das lang erwartete neue Album der Larrikins. Mit ihrer vierten Scheibe machen die Jungs den nächsten, konsequenten Schritt in einer Entwicklung, deren weiterer Verlauf ja nur nach oben gehen kann. Was macht die Musik der einstigen Schülercombo aus, für die sich einfach keine Schublade finden will?

Da ist der unverwechselbare Gesang von Felix, der in der Stimmfärbung und in seiner Artikulation (die oft ungewöhnliche Betonung von Vokalen, ein Bruchteil länger als der eigentliche Notenwert) einen hohen Wiederkennungswert hat. Wie auf der Bühne, gibt es auch am Studio-Mikrofon keine halben Sachen für ihn – immer volle Kraft.

Zum Gitarrenspiel von Tino hatte ich mich ja schon mal an anderer Stelle ausgelassen. Es wäre ohnehin schon eine maßlose Untertreibung, ihn als gut zu bezeichnen, aber es gibt (Achtung, persönliche Meinung, resultierend aus vielen Live-Erlebnissen und nunmehr schon vier Alben!) nicht übermäßig viele Gitarristen seiner Qualität. Das äußert sich nicht nur in der Präzision und Schnelligkeit, mit der seine Finger bei Soli über das Griffbrett rasen, auch das Spiel mit Harmonien, Lautstärke und Rhythmus sucht seinesgleichen. Um es mal (sicher etwas drastisch) zu veranschaulichen: Wenn es möglich wäre, die Gitarristen-Gene von Pete Townshend , Jeff Beck und Angus Young in einer neuen Person zu vereinigen, dann käme wohl einer wie Tino heraus.

Die Rhythmussektion mit Mike am Bass und Christian am Schlagzeug legt ein solides Fundament für den stimmigen Gesamt-Sound. Ich habe mich noch nicht getraut, zu Hause mal die Lautstärke richtig aufzudrehen, ich gelte gemeinhin als friedfertiger Nachbar, was auch so bleiben soll, nun muss ich mir wohl doch langsam vernünftige Kopfhörer zulegen.

Der schon beim Vorgänger „Am Ende war der Mensch“ musikalisch erkennbare Trend zu größeren Arrangements unter Einschluss zusätzlicher Instrumente (Klavier, Bratsche, Bläser) und von Chorgesang findet auch jetzt seine Fortsetzung, wobei es gelingt, das jetzt nicht um seiner selbst willen durchzuziehen. Wer kennt das nicht: Ich habe hier eine Menge Spielzeug, das will ich jetzt auch benutzen, und jeder soll es erfahren. Da passt wirklich alles zusammen und nichts wirkt gekünstelt oder aufgesetzt.

Das Album ist dramaturgisch gut konzipiert, es hört sich also praktisch fast „von selbst“. Und doch gibt es Momente, in denen ich immer wieder meine Nebentätigkeiten unterbreche und mich hinsetze, um in Ruhe zuzuhören und die Texte mitzulesen. Das ist vor allem bei „Geteiltes Leid“ der Fall, ich erkläre den Song hiermit nach bisher fünfmaligem Hören zu meinem vorläufigen Lieblingstrack. Mit seinem emotional packenden Text, einer berührenden Melodie und dem finalen Chor (unbeschreiblich!) trifft das Stück mitten ins Herz. Das ist ganz große Kunst! Ich wünsche mir sehr, das mal bei einem Konzert zu hören.

Ich will oder kann jetzt die einzelnen Titel nicht einzeln zerlabern, das würde weder den Songs noch dem Gesamtalbum gerecht. Daher mache ich es nun zum Schluss ganz kurz:

KAUFT DIESES ALBUM! DAS IST EIN BEFEHL!

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Und das sagt die Presse (wird fortlaufend ergänzt):

New Metal Media

Metal-Heads

Tough Magazine

Metalglory

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