Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


Ein Kommentar

Sekunden für die Ewigkeit

Marteria – Roswell Tour 2017

Schwerin, Sport- und Kongresshalle, 16. Dezember 2017

Es ist kurz vor 23 Uhr, die wirklich allerletzten 20 Sekunden eines denkwürdigen Abends sind angebrochen. Um mich herum haben sich Menschen aller Altersgruppen (und Gewichtsklassen) ihrer Oberbekleidung entledigt, um diese auf ein Zeichen von der Bühne weit von sich zu werfen und danach wie von der Tarantel gebissen durch die Gegend zu springen. Bei Sportübertragungen im Fernsehen sprechen die Kommentatoren gern mal von „Bildern, die wir nicht sehen wollen“. Selten ist diese Formulierung (ich darf ergänzen: Bilder, die nicht mehr aus dem Kopf wollen) angebrachter als hier und heute. Weiterlesen


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Noch nicht komplett im Arsch

Sonntagabend, 18 Uhr: Nun ist es also passiert, nicht wirklich überraschend, aber deshalb nicht weniger erschreckend. Die „Alternative für Deutschland“, neue Partei mit alten Parolen hat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern das befürchtete Ergebnis – mehr als 20 Prozent der abgegebenen Stimmen – eingefahren. Ex-Radiomoderator (SYSTEMMEDIEN!!!1!EINS!!ELF!!) und Spitzenkandidat Leif-Erik Holm wird im Fernsehen von einer Wahlsendung zur nächsten durchgereicht, ich mag gar nicht glauben, dass dieser smarte, gar nicht unfreundlich wirkende Mann der gleiche aggressive Hetzer ist, den ich in den letzten zwei Wochen zweimal in Schwerin am Rednerpult erlebt habe. Weiterlesen


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Heimspiel

Marteria im IGA-Park Rostock, 13. Juni 2015

Es ist schon faszinierend, welchen unterschiedlichen Einfluss Musik manchmal auf die persönliche Stimmungslage haben kann, je nachdem, ob sie live erlebt wird oder aus der „Konserve“ kommt. Bühnenpräsenz des Künstlers, Interaktion mit dem Publikum sowie äußere Bedingungen, Atmosphäre und Gruppendynamik zeigen mitunter erstaunliche Wirkung.

Ich hatte, besonders in meiner Jugendzeit, große Schwierigkeiten, Rap überhaupt als Musik wahrzunehmen, und, um ehrlich zu sein, hat sich bis heute nur wenig daran geändert. Trotzdem habe ich gestern abend den Weg in den IGA-Park gefunden. „Schuld“ daran ist ein Künstler, der in den letzten Jahren für mich mehr als „nur irgendein Rapper“ geworden ist. Ein gebürtiger Rostocker, der nicht müde wird, seine Heimatstadt landesweit positiv in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Weiterlesen