Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa

Schöne Schlagzeilen

Hinterlasse einen Kommentar

F.C. Hansa Rostock – 1. FC Kaiserslautern, 21. Oktober 2022, Ostseestadion, 2. Liga, 13. Spieltag

Zunächst ein kleiner Rückblick auf das letzte Wochenende mit dem verd…ammt glücklichen Punktgewinn der Hanseaten am Ronhof. Ein Punkt, der irgendwann, in einer nicht mehr fernen Zukunft noch einiges wert sein könnte. Mein erstes „TV-Spiel“ in dieser Saison übrigens, das Hansa nicht verloren hat. Es gibt keinen Bericht von mir, da ich nicht vor Ort war, so will es das Gesetz. Schauen wir stattdessen in die Fachpresse. Eine pointierte Zusammenfassung liefert der Kicker schon im Titel seine Spielanalyse:

In der Tat, mehr muss man vielleicht wirklich nicht über das Spiel wissen. Aber wie geil ist das denn bitte? „Harte Hanseaten verlieren vier …“ Ich liebe Alliterationen, erst recht, wenn sie im Doppelpack daherkommen. Aber, lieber Kicker, da geht doch noch mehr? Mal probieren:

Furioses Finale, was war los?

Harte Hanseaten verlieren vier Spieler und retten Rostocker Remis nach früher Fürther Führung.

Krachende Kollision kreiert Kopfschmerzen auf Krankentragen.

Verpeilter Verhoek verlässt vorzeitig das Veld. (Entschuldigung! Der musste raus, bevor ich platze.)

Malone macht’s. (Das hat es sogar als Zwischenüberschrift in den Kicker-Artikel geschafft.)

Exzellente Elfmeter-Entscheidung entschärft Härtels Heimreiselaune, Hansa hält Hoffnung hoch.

Krasse Kleeblatt-Konsequenz: Rachid reicht’s. Fürth feuert Fußballlehrer.

Reicht jetzt auch, oder? Wenden wir uns unserem nächsten Spiel zu.

Im Ostseestadion tritt am Freitag der 1. FC Kaiserslautern an. Ein Text über unseren Gast sollte sich doch von selbst schreiben, möchte man meinen. Aber wie, ohne eine zigmal gehörte Ansammlung aller nur denkbaren Stereotype zu verzapfen? Ist der FCK doch selbst längst Verein gewordenes Klischee: „wichtig für die Region“, Kultclub mit kultigen Fans, Lieblingsverein von Promis aller Couleur“ von Dr. Helmut Kohl über Johannes Lafer bis Mark Forster. Gefühlt wird keinem anderen Fußballpublikum in Deutschland häufiger ungefragt von Fußballkommentator*innen Bundesliga-„Tauglichkeit“ bescheinigt (Was soll das eigentlich sein?), der „brennende Betze“ als Geburtsort der „südländischen Begeisterung“ ist unverzichtbarer Textbaustein in jeder gut sortierten Kommentatorenschublade. Das alles wären aber eher Themen zum Rückspiel, auch persönliche Erinnerungen sind bei mir hauptsächlich mit Besuchen auf dem Betzenberg verbunden. Schauen wir mal.

Die Aktualität sieht das sportliche Duell 13. gegen 9., zwischen beiden Teams liegen zwei Punkte, rechnen und schlussfolgern könnt ihr alle selbst. Die Pfälzer kommen mit einer soliden Punktebilanz nach stabilen Leistungen, darunter ein starker Auftritt im Volksparkstadion, zu uns, da sollten wir uns auch vom jüngsten Rückschlag gegen Regensburg (0:3) nicht täuschen lassen. Und doch kann und darf es am Freitag keinen anderen Spielausgang als 3 Punkte für Hansa geben, Lieferung auf den Punkt ist mal wieder gefragt.

Die meisten Fragezeichen stehen hinter der Hansa-Aufstellung, die personelle Situation bei uns ist angespannt wie lange nicht mehr:

Die verletzten Nico Neidhardt und Anderson Lucoqui sind nach ihrem üblen Zusammenprall in Fürth schon am Dienstag mit „leichten Übungen“ ins Training eingestiegen. Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, bin nur etwas skeptisch, ob das nach Kopfverletzungen und Gehirnerschütterung der richtige Weg ist, jedenfalls unter Berücksichtigung der Spielergesundheit, aber dafür haben wir Mediziner, die das kompetent einschätzen können, nicht zu vergessen, dass ich meine Informationen auch nur aus Medienmitteilungen beziehe.

Vielleicht (hoffentlich) gibt die Pressekonferenz (Update: hat inzwischen stattgefunden, im Laufe das Tages noch bei HansaTV auf YouTube)  mit dem Trainer dazu mehr Aufschluss, auch über Fortschritte weiterer verletzter Spieler. Aber was zuletzt über Damian Roßbach und Lukas Scherff zu lesen war, stimmt mich auch nicht gerade optimistisch. In jedem Fall weiterhin gute Besserung an alle.

Die Sperren für vier Spieler machen es auch nicht besser, immerhin war jeder von ihnen in mindestens 11 Ligaspielen auf dem Platz. aber wie sagte Andreas Zachhuber 2009 so schön: „Geheult wird später.“ Also lassen wir einfach alle ihren Job erledigen. Es ist ja auch nicht so, dass wir nun gar keine Spieler mehr im Kader hätten, Zeit für Helden.

Freuen wir uns also auf ein spannendes Spiel in stimmungsvoller Atmosphäre und die Kicker-Schlagzeile

Kampfstarke Kogge katapultiert Kaiserslautern kellerwärts

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..