TSG Hoffenheim II – F.C. Hansa Rostock 2:3, 9. August 2026, „Dietmar-Hopp-Stadion“, 3. Liga, 1. Spieltag
Saisonstart in der Ferne, es geht gleich mit einer der weitesten Touren los. Für mich bedeutet das, in der Liga so weiterzumachen, wie ich zuletzt aufgehört hatte: Langes Wochenende mit vielen Bahnkilometern und zwei Übernachtungen. Meine Bahnreise in den Südwesten erspart mir sogar den Hamburger Hauptbahnhof und hält nur einen perfekt getimeten und gelungenen 10-Minuten-Umstieg in Kassel für mich bereit, für den ich nicht mal den Bahnsteig wechseln muss. Das nenne ich mal Komfort, alle Achtung!
Mein „Basecamp“ zur Besteigung des „Mount Hopp“ richte ich im nahegelegenen Heidelberg ein, eine sehenswerte Stadt, aber das Touri-Aufkommen in der Altstadt ist schon grenzwertig. (… sagt der Touri. 😊 ) Die gute Nachricht in diesen Tagen: der Neckar führt vor und hinter der Alten Brücke noch Wasser.
Am Spieltag fahre ich mit der S-Bahn so nah wie möglich an den Startpunkt meines Aufstiegspfades heran und bewältige den letzten Kilometer zu Fuß, etwa die Hälfte entlang einer Treppe, die gegenüber der serpentinenähnlichen Straßenvariante eine relevante Abkürzung darstellt, mich dafür aber mächtig gewaltig fordert.
Das Stadion liegt in einer Höhe von etwa 150 bis 200 Metern über dem Meeresspiegel, es sollte also mit der Sauerstoffkonzentration keine Probleme für mich Flachländer geben, aber mein Atem geht schon ziemlich schwer, als ich den Gipfel erreiche. Ich bin echt zu alt für den Scheiß. Zu allem Überfluss habe ich vor lauter Konzentration auf das „Bergsteigen“ unterwegs auch noch meinen Schal verloren, na super! Mir ist bewusst, dass es den Aufstieg nicht geschenkt gibt, aber das geht zu weit. Danke, Hoffenheim!
Die Herausforderung oben besteht vor allem darin, der erbarmungslos brennenden Sonne irgendwie zu entkommen. Das gelingt bis zum Einlassbeginn im Schatten des Waldrandes. Mein Tribünenplatz ist unterm Dach, Glück gehabt. Das ändert sich grundlegend mit dem Anpfiff, unser Zentralgestirn wandert nun weiter westwärts und scheint mir im weiteren Verlauf erbarmungslos ins Antlitz, da ich in Reihe 3 zu weit vorn sitze. Worauf soll ich denn in Zukunft beim Ticketkauf noch alles achten?!
Wenigstens habe ich gute Sicht auf den Platz, wo sich ein munteres Spiel zuträgt. Hitze und Sonne scheinen den Spielern beider Teams nichts anhaben zu können. Fünf Tore, Hansa legt dreimal vor und bringt die dritte Führung relativ souverän „nach Hause“. Das ist aber auch das Mindeste, schließlich „schuldet“ uns „Hoffe II“ aus der Vorsaison 5 Punkte.
Hier sind die offiziellen Spielberichte:





Dem Guten Aufmerksamkeit schenken – noch ein letzter Gedanke zu Watford
Gerade erst wurde ich noch auf ein schönes Statement der NDR-Kirchenredaktion zu unserem Ausflug nach Watford hingewiesen, das ich gern zum Anhören und für Diskussionen über „Sogenannte“, aber auch ohne Fußballkontext, zum Nachmachen empfehle.