Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


Ein Kommentar

Der Tag vor dem Tag danach

Holstein Kiel – F.C. Hansa Rostock 2:0, 6. August 2014

Was war die Aufregung groß vor dem Drittligaspiel Holstein Kiel gegen Hansa Rostock: Hochsicherheitsspiel, 1000 Polizisten, Restriktionen beim Kartenverkauf und das volle Krisenprogramm in allen mehr oder weniger relevanten Medien – Halbwissen, Tatsachenbehauptungen, pauschale (Vor)verurteilungen und halbherzige Dementis.

Heute, einen Tag danach, ist das große Händeschütteln und Schulterklopfen ausgebrochen. NICHTS IST PASSIERT! „Wenig Arbeit für 1.000 Polizisten“, jubelt der NDR auf seiner Homepage. Bei Twitter verkündet der „@NDRreporter“ gar voller Euphorie „Frieden!“, 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges scheint endlich die Sonne über Europa.

Aber wie war es nun wirklich? Anbei meine subjektive und einzig wahre Chronologie der Ereignisse. Weiterlesen


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Hard to say I’m sorry

Wir schreiben den 31. Januar, es ist der letzte Tag der Winter-Transferperiode. Ein für seine unorthodoxe Transferphilosophie geschätzter Betriebssportverein unterstützt eine weitere, nicht minder beliebte Sportgemeinschaft bei der Umsetzung ihres beispielhaften Jugendkonzeptes; bei Sky Sport News überschlagen sich die Ballack-Headlines in der heavy rotation; Hansa Rostock sieht nach einem auch in der Höhe vollauf verdienten 2:1-Sieg am Wochenende über den dänischen Zweitligisten FC Vestsjælland einer großen sportlichen Zukunft, mindestens jedoch dem sicheren Aufstieg in die Bundesliga – wahrscheinlich sogar noch in dieser Saison – entgegen.

Aber was muss man in einem berühmten Magazin für Fußballkultur lesen? Unter dem Titel „Arrogante Waterkant“ greifen die 11 Freunde in ihrer Online-Ausgabe die peinlich berührende Fremdscham auf, die den Betrachter des Kieler Entschuldigungsvideos,  das vergangenen Sonnabend im Westfalenstadion über die Anzeigetafel flimmerte, unweigerlich überkommt. Seien wir doch mal ehrlich: Das Kieler Filmchen, vor allem die verkrampfte darstellerische Leistung der Holstein-(Schau)spieler bestätigt vor allem eines – das Gegenteil von „Gut“ ist „Gut gemeint“. Es ist also die geradezu heilige Pflicht eines Magazins wie „11 Freunde“, Machwerke dieser Art satirisch aufzuarbeiten. Weiterlesen