F.C. Hansa Rostock – Arminia Bielefeld 4:2, 20. September 2014
20 Jahre Ropiraten Rostock
Vermutet wurde es schon lange, jetzt ist der Beweis erbracht. Aber mal ehrlich, bei all den bösen Vorahnungen: Die Dimension, in der der F.C. Hansa Rostock seit Jahren von „sogenannten Fans“™ unterwandert wird, sprengt mittlerweile jedes Vorstellungsvermögen. Vergesst Pyroshows und Trainingslagerfotos mit Mopedmützen oder vor bösen, bösen Fahnen, jetzt haben sie sogar den sportlichen Bereich in den Schwitzkasten genommen. Weiterlesen →
Holstein Kiel – F.C. Hansa Rostock 2:0, 6. August 2014
Was war die Aufregung groß vor dem Drittligaspiel Holstein Kiel gegen Hansa Rostock: Hochsicherheitsspiel, 1000 Polizisten, Restriktionen beim Kartenverkauf und das volle Krisenprogramm in allen mehr oder weniger relevanten Medien – Halbwissen, Tatsachenbehauptungen, pauschale (Vor)verurteilungen und halbherzige Dementis.
Heute, einen Tag danach, ist das große Händeschütteln und Schulterklopfen ausgebrochen. NICHTS IST PASSIERT! „Wenig Arbeit für 1.000 Polizisten“, jubelt der NDR auf seiner Homepage. Bei Twitter verkündet der „@NDRreporter“ gar voller Euphorie „Frieden!“, 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges scheint endlich die Sonne über Europa.
Aber wie war es nun wirklich? Anbei meine subjektive und einzig wahre Chronologie der Ereignisse. Weiterlesen →
„RasenBallsport“ Leipzig – F.C. Hansa Rostock 1:2, 23. November 2013, Zentralstadion, 3. Liga, 17. Spieltag
„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Dieser Satz voller Weisheit vom guten Hannibal Smith kam mir bei der Heimreise am Sonnabend immer wieder in den Sinn, denn irgendwie ist der Ausflug nach Leipzig fast genauso verlaufen, wie ich ihn mir in meiner Vorschau bei hansafans.de ausgemalt hatte (aber eben auch nur fast):
Ich habe ja schon des Öfteren Auswärtsspiele des FCH außerhalb der Gästeblöcke verfolgt, die Gründe dafür waren unterschiedlicher Natur, einige Male hätte ich „offiziell“ gar nicht da sein dürfen (Sandhausen, Aue, Düsseldorf, St. Pauli), bei anderer Gelegenheit stand ich mit befreundeten Fans der gegnerischen Mannschaft zusammen (Union). Alle diese Spiele hatten jedoch eines gemeinsam – man konnte sich mal aus eigener Anschauung vom Wahrheitsgehalt persönlicher Vorurteile und Klischees hinsichtlich der Anhänger der jeweils anderen Vereine überzeugen.
Und so sollte auch der Besuch im Zentralstadion nun dazu beitragen, den oft geschmähten Fußballkonsumenten einmal in seiner natürlichen Umgebung zu studieren. Einen Titel für den Bericht hatte ich mir auch schon zurechtgelegt: „Allein unter Bullen“. Aber daraus wurde nichts. Weiterlesen →
Bei Fußballspielen unterscheiden wir bekanntlich solche und solche. Das Spiel unserer Hanseaten gestern in Darmstadt fiel in die Kategorie „solche“. Jedenfalls meinte das der Stadionsprecher am Böllenfalltor, als er eine Durchsage des Sicherheits-Chefs über die Stadionlautsprecher mit den Worten „… wie immer bei solchen Spielen …“ anmoderierte. Wie diese Kategorisierung gemeint war, sollte schnell deutlich werden, als wenige Minuten nach dem Anpfiff plötzlich die Aufforderung an den Gästeblock erging, die über zwei Fluchttoren hängenden Fahnen zu entfernen. Weiterlesen →
Das ist nicht einfach nur eine Uhrzeit, die immer wieder gern als Gleichnis zur Charakterisierung besonders schwieriger Situationen herhalten muss. Ein Gleichnis, das aber gerade im Kontext der Lage beim F.C. Hansa als blanker Euphemismus erscheint. Und so kann es eigentlich kein Zufall sein, dass die Abschlussworte des Versammlungsleiters ausgerechnet um diese Uhrzeit den Schlusspunkt unter die wahrscheinlich längste Mitgliederversammlung der Vereinsgeschichte setzten. Weiterlesen →
Es war einmal, mit diesen Worten fangen die meisten Märchen an. Märchen, ihr wisst schon, das sind diese romantischen Erzählungen über Hexen, Drachen, Zwerge, Prinzessinnen, Feen und was weiß ich noch alles, mit denen unsere Eltern und Großeltern damals versucht haben, uns beim Einschlafen zu helfen. Einschlafen, Erzählungen, Eltern – wozu gibt es DVD-Player? Und schläft man nicht beim laufenden Fernsehprogramm eh viel schneller ein? Ok, da haben wir wieder das Generationen-Problem. Also kurz gesagt: Wir hatten damals einfach nüscht, um genau zu sein: gar nüscht, also auch keine audiovisuellen Multimediaterminals, daher mussten zu meiner Zeit die Eltern noch selbst ran, wenn das Abendessen länger dauerte als das Sandmännchen und der kleine Racker partout nicht die Augen schließen wollte.
FC St. Pauli – F.C. Hansa Rostock 3:0, 22. April 2012, Millerntor-Stadion, 2. Liga, 32. Spieltag
Sonntag, 13:42 Uhr, eben ist das erste Tor für den FC St. Pauli gefallen. Ringsum liegen sich Menschen in den Armen, meinem Freund „Brille“ hängen zwei Leute am Hals, einer hebt die Hand, um mit mir abzuklatschen. Wie komme ich hierher? Was, zum Teufel, mache ich hier?! Mach bitte einer, dass das sofort aufhört! Weiterlesen →
Bruce Springsteen & The E Street Band – Reunion Tour 1998/1999
Berlin, Parkbühne Wuhlheide, 29. Mai 1999
(*The River, 1980)
Der 29. Mai 1999 ist ein erinnerungsträchtiges Datum – für mich gleich in zweierlei Hinsicht. Da ist zum einen einer der emotionalsten Momente in der Historie des FC Hansa Rostock – der nahezu mit dem Schlusspfiff der Saison gesicherte Klassenerhalt dank eines an Dramatik nicht zu überbietenden 3:2-Sieges beim VfL Bochum. Ich bin mir sicher, dass jeder Hansafan, der damals schon alt genug war, heute noch genau sagen kann, was er oder sie an jenem Tag gemacht hat.
Das gilt natürlich auch für mich, womit wir beim zweiten bedeutsamen Ereignis an jenem sommerlichen 29. Mai sind: Bruce Springsteen spielte mit seiner E Street Band zwei Konzerte in Berlin und wir hatten ein paar der begehrten Tickets für die Parkbühne in der Wuhlheide ergattern können, aber eben „nur“ für den Sonnabend. So blieb mir damals nichts anderes übrig, als das bis heute legendärste Spiel des FC Hansa in kleinen Häppchen per Premiere-Konferenz im Fernsehen zu verfolgen. Weiterlesen →